Wie schon angekündigt, möchte ich euch in den nächsten Wochen sowohl mit neuen Zielen als auch mit adaptierten “Klassikern” für unsere Mallorca-Ausfahrten begeistern. Auch für jene von uns, die Mallorca dann bereits das dritte mal “erfahren”, gibt es immer noch das eine oder andere unbekannte “Highlight”.
“Traumhafter Ausblick auf dem Weg zur Ermita de Betlem” / (c) quäl_dich.de
Als erstes solches “Highlight” stelle ich euch die geplante Route zum Kloster Ermita de Betlem in der Serra d’Arta, im äußersten Nordosten der Insel, vor. Die Strecke hat eine Gesamtlänge von ca 155 km und es gibt etwa 1750 Höhenmeter zu überwinden. Die Anfahrt erfolgt über Llucmajor, Porreres und Manacor in die alte Stadt Arta. Von dort führt die etwa 9 Kilometer lange Zufahrtsstraße bergauf durch eine sehenswerte Naturlandschaft zur Einsiedelei Ermita de Betlem, die allerdings nicht den Hochpunkt der Route bildet. Der liegt etwa einen Kilometer davor und eröffnet auf einer Höhe von ca 370 Metern einen atemberaubenden Blick (siehe Bild) hinunter auf die Bucht von Alcúdia mit dem Cap de Formentor zur Linken und dem nahe gelegenen Cap de Ferrutx zur Rechten.
Direktlink zu GPSies – klick einfach auf “Ermita de Betlem” im GPSies-Bild links oben !
Interessierte können sich den GPX-Track für ihr Navi natürlich gleich von dieser GPSies – Seite runterladen.
Nach Arta geht es auf gleichem Wege wieder zurück, ehe wir von dort auf “neuen Pfaden” in das schöne Städtchen Petra fahren. Über Sant Joan und Llucmajor nähern wir uns dann wieder der Playa de Palma.
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Einen Auszug vom Rennradportal quäldich.de – wo die Auffahrt zum Kloster beschrieben wird – möchte ich euch nicht vorenthalten:
…….”Die Auffahrt zur Ermita de Betlém startet im Ort Artà (121 m), den wir nach Norden verlassen. Auf einer kurzen Abfahrt eröffnet sich schon ein vielversprechender Ausblick auf die Großartigigkeit der vor uns liegenden Strecke. Zwar ist die Straße hier noch gut zweispurig, aber die Sicht auf den vor uns liegenden nördlichen Teil der Serra d’Artà lässt die Stimmung steigen, auch wenn noch nicht klar ist, auf welchen der Hügel es hoch geht. Zunächst geht es noch relativ eben durch bewirtschaftetes Gebiet, das hin und wieder mit kleinen Waldstücken abwechselt. In so einem führt die Straße wenig später dicht an der engen Schlucht des Torrent d’es Cocons entlang. Hier fragt man sich in Sommerzeiten nach dem Sinn der Staumauer, die linker Hand das ausgetrocknete Flussbett durchzieht. Nach diesem Waldstück öffnet sich die Landschaft wieder, und über zwei Wellen erreicht man nach drei Kilometern ab Artà den Augangspunkt des Schlussanstiegs. Spätestens hier kann man die Straße nur noch einspurig nennen, auch wenn der Mittelstreifen tapfer anderes behauptet. Die Straße zieht sich in engen Kehren an der Wand eines Kessels nach oben. Ein erster toller Blick eröffnet sich nach Süden, über die unter uns liegenden kargen Wiesen mit vereinzelten, verkrüppelten Pinien, über Arta und die südliche Serra d’Artà. Je weiter man nach oben steigt, desto mehr wird die Straße sichtbar, die sich als schmales Band durch das Bühnenbild windet. Das Befahren der verbliebenen fünf Kilometern ist eine reine Wonne. Wir befinden uns hier etwa auf 140 m, die verbliebenden 220 Hm bedeuten also eine Durchschnittsteigung von lediglich 4,5 Prozent. Die Straße ist schmal, die Aussicht hervorragend. Und wenn dann der Pinienbewuchs rechts und links zurückweicht und kniehohen Grasflächen Platz macht, dann läutet eine letzte Rechtskurve die Schlussgerade zum Hochpunkt ein. Hier lohnt es sich, anzuhalten und den Blick auf die Bucht von Alcudia zu genießen, bevor man weiter fährt hinab zur Ermita de Betlém”.
