RAA TAG 4: Das Finale

Samstag 15.08.2015

Wieder in Tirol kamen Leo und Willi an die Reihe. Durch das Lechtal wurden sie von einem Affen (???) und einigen Fans aus einem Grieskirchner Fahrzeug begleitet. Danke an dieser Stelle für die Aufmunterung. Auf dem Weg Richtung Osten absolvierten Willi und Leo den Turn über den Fernpass und Nassereith zurück ins Inntal vorbei in Stams bis kurz vor Inzing.

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Nach 1860km musste dann die Strategie geändert werden. Eine Magenverstimmung setzte Willi zu und außer Gefecht. Wie immer wurde eine unkomplizierte Lösung gefunden.

Es war die Obduktion 2: Leo stieg nach seiner Schlafpause in Kufstein zu Mario und Hannes ins Pacecar und im 3er Wechselrhytmus ging es mit Vollgas in Richtung Heimat.

Über Walchsee und die Steinplatte ging es zügig Richtung Lofer und Saalfelden. Dort wurde auch die 2000km Marke geknackt.

2000km

In Saalfelden begann es bereits hin nach Maria Alm anzusteigen um dann in Hintertal mit 15% Steigung in den Filzen Sattel über zu gehen. Kurze Fahrintervalle der drei Fahrer ließen auch diese Hürde rasch vorbeigehen. Nach einer kurzen knackigen Abfahrt war der Dientner Sattel das nächste Hindernis auf dem Weg ins Ziel. Immerhin ging es hier nochmals auf fast 1400m Seehöhe hinauf. Aber was will man vom angeblich härtesten Radrennen Europas anderes erwarten.

Voller Freud ging dann eine rasante Abfahrt über Mühlbach nach Bischofshofen. Die Freude war nur kurz. Massiver Gegenwind bremste die Fahrt wieder ein und verlangte der Motivation der Fahrer noch einmal alles ab. Daneben gab es noch ein paar unangenehme Gegenstiege wie Burg Werfen, Pass Lueg.

In Hallein wartete aber schon die nächste Herausforderung. Unmittelbar nach einem Wechsel hat Leo bei einem Kreisverkehr in Abwesenheit des Pacecars die falsche Ausfahrt erwischt und sich auf den Weg Richtung Salzburg gemacht. Das Team im Pacecare erkannte die Situation rasch, wiederholte den Wechsel und Mario machte sich auf den Weg. So waren Mario und Hannes wieder unter sich.

Währenddessen suchte die Wohnmobilcrew ganz Hallein ab um Leo der ohne Handy und Funk unterwegs war durch gekonnte Suche (oder eher durch Zufall) wieder an Bord des Wohnmobils holte.

Durch verschärfte Fahrweise konnte Gerhard Leo bis Thalgau wieder zurück auf die Rennstrecke bringen wo er sich auch gleich am finalen Fight beteiligte.

Entlang des Mondsees wurden wir dann auf Grund der Materialüberlegenheit (Zeitfahrrad ;-)) vom Team SOS Kinderdorf eingeholt. Anhand der Startnummer erkannten wir schnell, dass diese 8 Minuten vor uns gestartet waren. Vom Ehrgeiz getrieben mobilisierten wir noch die letzten Kräfte konnte den Abstand gering genug halten und somit Platz 12 verteidigt. Im Zuge der finalen Hektik wurde das Ziel an der Ortstafel von St. Georgen fast übersehen.

Dort fiel dann alle Lasst von den Schulter der Fahrer und Betreuer und wir fielen uns gegenseitig in die Arme. Auch mit den Konkurrenten (SOS Kinderdorf und FF St. Georgen) die wir ja über 2200 km hinweg immer wieder gesehen hatten gab es nun endlich das schon lange angekündigte gemeinsame Anstoßen und feiern der vollbrachten Leistung.

Ziel

Anschließend folgte ein weiteres Highlight, nämlich die Fahrt durch das St. Georgner Marktfest welche eine beeindruckende Kulisse bot. Alle Besucher bildeten ein Spalier und geleiteten uns so bis zur Bühne.

letztes

Erst dort realisierten wir unsere Zeit von 3Tagen 2 Stunden und 43 Minuten. Mit diesem Ergebnis waren wir immerhin mehr als 11 Stunden vor unserem ursprünglichen Plan.

In Zahlen gesprochen haben wir die 2200km und 30000hm mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28,7km/h absolviert.

Noch auf dem Marktfest wurde über Optimierungen bei einem neuerlichen Antreten diskutiert. Denn wir waren uns einig. Wer das einmal erleben durfte will wieder zurück. Vielleicht schon 2016?

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