RAA TAG3: Die Berge

Freitag 14.08.2015

In Kötschach-Mauthen war der Einstieg in das viel besagte Lesachtal. Obwohl es sich dabei um alles andere als ein Tal handelt (1250hm) wurde es, motiviert durch die Schönheit der Landschaft, von Willi und Leo zügig durchfahren. Danach ging es weitere ca. 100 km in einer einzigartigen Landschaft über Lienz, den Iselsberg und das Mölltal bis zum letzten Wechsel vor dem Großglockner in Mörschach.

Endlich ist es so weit und es geht los mit den Pässen. Mario und Hannes änderten ihre Strategie und Planten einen Wechselrhythmus von 10-15 Minuten. In der Realität wurden daraus allerding wärend der Auffahrt auf den Grossglockner ein Wechsel an nahezu jeder Parkmöglichkeit. Dadurch wurde das Tempo hochgehalten und der bert in 1h und 6min bezwungen. Die Schiebetür des Pacecars wurde nach den ersten Wechseln schon garnicht mehr geschlossen. Einerseits um Zeit zu sparen und andererseits fehlte irgendwann einfach die Kraft dazu.

SONY DSC

Vollgas war dann das Motto den Berg runter und Mario war voll in seinem Element. Und schon war der Glockner Geschichte und in Mittersill haben Willi und Leo sich für den nächsten Pass, die Gerlos Hochalpenstraße vorbereitet.

Durch kurze Wechselintervalle wurde auch der Gerlospass zügig bezwungen. Mit einem Blick auf die grandiosen Krimmler Wasserfälle und eine lange Abfahrt ins Zillertal wurde somit Tirol erreicht. Auf dem Weg durchs Zillertal bis zum Wechsel in Schwaz wurde auch wieder was für den Schnitt getan. In Schwaz wurde zwischenzeitlich bei Mario und Hannes bereits das Kühtei geistig durchgeplant was schon im Stillstand ein paar Schweißtropfen entstehen ließ.

Während sich Hannes und Mario auf den Weg machten nutzen das das Team Willi und Leo die Waschstraße einer Tankstelle kurzerhand als Dusche. Die nackten Prachtkörper hatte dabei gleich die prüde Öffentlichkeit im Heiligen Land in Aufruhr versetzt.

Bei der Anfahrt zum Kühtei schlug wieder einmal die Mangelnde Vorbereitung zu. Denn wärend wir von einer flachen und raschen Anfahrt ausgingen warteten auf dem Weg noch „Hügel“ mit in Summe 600hm. Während der Anfahrt tauchte plötzlich der mehrfache Grieskirchen Solo-Sieger Venier am Seitenfenster des Pacecars auf und gab die letzte Motivation für die anstehende Auffahrt.

Während Mario und Hannes sich durch die Kuhherden, Baustellen, am Kühtei kämpften, und in üblicher Wechselmanier die bis zu 18% Steigung bewältigten, konnte das Wohnmobil eine Abkürzung nehmen und wieder einmal rechtzeitig in Ötz zum Wechsel sein. Hannes gab ganz nebenbei bei der Auffahrt er offiziellen Mediacrew ein Interview. Sogar dafür war plötzlich wieder Luft vorhanden. Die Abfahrt gehörte wieder Mario der dabei einen Slalom zwischen Kuhherden und den zugehörigen Fladen bewältigen musste.

SONY DSC

AB den Kühtei hatten wir dann auch regelmäßig Besuch von den „Officials“ die uns aber eher anfeuerten als überwachten. Diese Freundlichkeit zog sich übrigens durch die ganze Veranstaltung.

Von Ötz aus fuhren Willi und Leo in Richtung Landeck und der Silvretta Hochalpenstrasse Neben der Dunkelheit erwartete die beiden auch ein mächtiges Gewitter. Geplagt von Sturmböen und Regen wurde die 44,8 km lange Auffahrt bis Galtür abgespult. Die Heizung im Pacecar wurde auf Vollgas gestellt und so die durchnässten Trikots wieder einigermaßen getrocknet um gegen die kühlen Temperaturen in 2040m zu bestehen. Vorarlberg wurde erreicht und eine kalte, nasse Abfahrt beendete die Schicht von Willi und Leo.

Von Paternen aus wurde von Mario und Hannes der Schwung nach Bludenz und auf die nachfolgenden Pässe mitgenommen. In der Reihenfolge waren das der Thüringer Berg (Noch nie gehört, hat aber trotzdem 400hm) dem Faschina Joch und gleich im Anschluss dem Hochtannberg. In diesem Nachtturn wurden über 2200hm absolviert. Die gute Stimmung und die irgendwoher wiederkehrenden Kraft gaben dabei jede Menge Motivation für den anstehenden letzten Tag.

In diesem Nachtturn wurden auch die beiden Solisten Christian Gammer und Christoph Strasser während ihrer Schlafpausen ein- und überholt.

Von der Nachtfahrt durch Vorarlberg blieben leider nur die Wetterkapriolen und jede Menge Höhenmeter in Erinnerung. Die angeblich wunderschöne Landschaft konnte maximal erahnt werden. Da keiner der Fahrer zuvor in Vorarlberg war, bleibt uns allen somit nur die Hoffnung beim nächsten Mal einfach schneller dort zu sein und somit mehr zu sehen 😉

Ende dritter Tag….